Das artet bei mir immer so aus. Ich kann aus jeder Diskussion über jedes beliebige Thema eine Grundsatzdiskussion über die Existenz Gottes, die von Nationalstaaten, die Grundlagen unserer Moral oder die zweifelhafte Notwendigkeit eines Inzestverbots machen XD
Findest du? Ich denke es ist mittlerweile relativ klar, dass man auf ersteres hinarbeitet. Schließlich hieß es schon in der Präambel des Vertrags von Roms: "DETERMINED to establish the foundations of an ever closer union among the European peoples, DECIDED to ensure the economic and social progress of their countries by common action in eliminating the barriers which divide Europe, [...]" Das, was mir persönlich Sorgen macht, ist, dass sie auf der Hälfte des Weges ein Ziel setzen, anstatt bis zum Ende zu gehen. So, wie man es mit Lissabon geplant hatte ("DESIRING to complete the process started [...]"), hätten wir wahrscheinlich auf nicht absehbare Zeit mit einem bestenfalls halbdemokratischen, wenig effizienten, noch weniger durchschaubaren und allgemein nicht zufriedenstellenden dagestanden. Sie haben angefangen, es rückgängig zu machen, ist viel zu spät, also sollen sie bis zum Ziel gehen (wenn wir überhaupt von einem Ziel reden können).
Naja is doch interessant über sowas zu diskutieren^^
Hm ja da hast du recht, aber es ist auch sehr uneffizient finde ich, dass jedes Miniland ein gesamtes Konzept kippen kann, bei dem der ganze Rest zugestimmt hatte. Das mit der 2/3-Mehrheit hätte man von Anfang an so machen sollen.
Ich frage mich, ob Russland jemals der EU beitreten würde...ich denke kaum, aber spannend wär die Frage, ob man Europa dann geografisch umdefinieren muss, weil ja dann der ganze Teil hinterm Ural auch dazugehört^^
Das ist wirklich dämlich. Vor allem, weil es nicht zu den erklärten Zielen passt - sie wollen demokratisch sein und ein Bundesstaat statt Staatenbund. Also darf es nicht sein, dass wie im Ministerrat nach Staaten abgestimmt wird - die einzig plausible Lösung ist ein zweikammriges Parlament, die eine direkt nach Verhältniswahlrecht gewählt, die andere bestehend aus den Vertretern der Mitgliedsstaaten (und zwar am besten relativ zur Einwohnerzahl), also wie im Bundesrat.
Das kommt ganz darauf an, was die Zukunft bringt. Ich denke, es ist gut möglich, dass zumindest ein paar nordafrikanische Länder assoziierte oder sogar Vollmitglieder werden - die Ukraine, der Balkan und in einiger Zeit auch die Türkei wahrscheinlich sowieso. Andererseits träumt Putin ja von einer eurasischen Union ^^
Da hast du recht, es ist ja momentan auch so, dass Deutschland nicht so viele Sitze erhält, wie ihm nach der Einwohnerzahl zu urteilen, eigentlich zusteht. Weil man mal wieder die Angst vor einem zu starken Deutschland heraus hängen hat lassen...mei o mei...
Ich könnte mir auch vorstellen, dass die EU wohl die kaukasischen Länder, die Türkei, Nordafrika die restlichen Länder in Osteuropa und evtl. auch Israel aufnehmen wollen.
Ich finde aber, es sollte nicht wie bisher darum gehen, möglichst viele Länder mit reinzuziehen, sondern möglichst starke Wirtschaften mit ins Boot zu holen und genau zu prüfen, ob es Sinn macht.
Was nützt den EU-Bürgern ein Europa voller, um jetzt direkt zu sein, Schnorrer und Zahlmeister, wenn wir doch einen starken Wirtschafsblock bilden möchten?!
Was bringt uns denn Bosnien, Tunesien oder Armenien? Eig. wenig XD
Ich denke nicht, dass es daran liegt, eher daran, dass man sich an der UN orientiert hat - also am Prinzip von Staaten als agierende Faktoren, nicht an dem von souveränen Völkern. Also ist es einfach nur veraltet. Wir wissen ja auch, dass kein deutscher Politiker versuchen würde, Einfluss auf die EU auszuüben, dafür bezahlen wir ja schon die Franzosen XD
Sicher. Wenn die Türkei aufgenommen wird, kann und will auch Israel einen Beitrittsantrag stellen - wobei das Land natürlich erst einmal das "Palästinenserproblem" (oh gott das klingt so ... genozidisch) lösen muss. Russland hingegen ist allein schon von der Aufnahmefähigkeit der EU ausgeschlossen - es ist immerhin 3,6 mal so groß wie die EU-27 und würde die größte Delegation im EU-Parlament stellen - und außerdem nicht gewillt, Mitglied zu werden und sich einer gemeinsamen Regierung unterzuordnen. Weltmachtdenken á la Sowjet.
XD Wobei ich Bosnien schon zu Europa zählen würde. Immerhin haben alle europäischen Länder nach Erfüllung der Kriterien von Kopenhagen ein Anrecht auf Aufnahme.
Das Hauptproblem an der EU-Politik ist finde ich, dass man einfach nicht weiß, welches Ziel
die haben. EU-Staat oder Bund der Vaterländer?
Findest du? Ich denke es ist mittlerweile relativ klar, dass man auf ersteres hinarbeitet. Schließlich hieß es schon in der Präambel des Vertrags von Roms:
"DETERMINED to establish the foundations of an ever closer union among the European peoples,
DECIDED to ensure the economic and social progress of their countries by common action in eliminating the barriers which divide Europe, [...]"
Das, was mir persönlich Sorgen macht, ist, dass sie auf der Hälfte des Weges ein Ziel setzen, anstatt bis zum Ende zu gehen. So, wie man es mit Lissabon geplant hatte ("DESIRING to complete the process started [...]"), hätten wir wahrscheinlich auf nicht absehbare Zeit mit einem bestenfalls halbdemokratischen, wenig effizienten, noch weniger durchschaubaren und allgemein nicht zufriedenstellenden dagestanden. Sie haben angefangen, es rückgängig zu machen, ist viel zu spät, also sollen sie bis zum Ziel gehen (wenn wir überhaupt von einem Ziel reden können).
Hm ja da hast du recht, aber es ist auch sehr uneffizient finde ich,
dass jedes Miniland ein gesamtes Konzept kippen kann, bei dem der ganze Rest zugestimmt hatte. Das mit der 2/3-Mehrheit hätte man von Anfang an so machen sollen.
Ich frage mich, ob Russland jemals der EU beitreten würde...ich denke kaum, aber spannend wär die Frage, ob man Europa dann geografisch umdefinieren muss, weil ja dann der ganze Teil hinterm Ural auch dazugehört^^
Das kommt ganz darauf an, was die Zukunft bringt. Ich denke, es ist gut möglich, dass zumindest ein paar nordafrikanische Länder assoziierte oder sogar Vollmitglieder werden - die Ukraine, der Balkan und in einiger Zeit auch die Türkei wahrscheinlich sowieso. Andererseits träumt Putin ja von einer eurasischen Union ^^
dass Deutschland nicht so viele Sitze erhält,
wie ihm nach der Einwohnerzahl zu urteilen,
eigentlich zusteht. Weil man mal wieder die Angst
vor einem zu starken Deutschland heraus hängen hat lassen...mei o mei...
Ich könnte mir auch vorstellen, dass die EU wohl die kaukasischen Länder, die Türkei, Nordafrika die restlichen Länder in Osteuropa
und evtl. auch Israel aufnehmen wollen.
Ich finde aber, es sollte nicht wie bisher darum gehen, möglichst viele Länder mit reinzuziehen, sondern möglichst starke Wirtschaften mit ins Boot zu holen und genau zu prüfen, ob es Sinn macht.
Was nützt den EU-Bürgern ein Europa voller, um jetzt direkt zu sein, Schnorrer und Zahlmeister, wenn wir doch einen starken Wirtschafsblock bilden möchten?!
Was bringt uns denn Bosnien, Tunesien oder Armenien? Eig. wenig XD
Sicher. Wenn die Türkei aufgenommen wird, kann und will auch Israel einen Beitrittsantrag stellen - wobei das Land natürlich erst einmal das "Palästinenserproblem" (oh gott das klingt so ... genozidisch) lösen muss. Russland hingegen ist allein schon von der Aufnahmefähigkeit der EU ausgeschlossen - es ist immerhin 3,6 mal so groß wie die EU-27 und würde die größte Delegation im EU-Parlament stellen - und außerdem nicht gewillt, Mitglied zu werden und sich einer gemeinsamen Regierung unterzuordnen. Weltmachtdenken á la Sowjet.
XD Wobei ich Bosnien schon zu Europa zählen würde. Immerhin haben alle europäischen Länder nach Erfüllung der Kriterien von Kopenhagen ein Anrecht auf Aufnahme.